Dyas Rigging Guide

Reservierung und Kontakt

Verantwortlicher: Oliver Ruoss | Reservation

Eine Einweisung muss nach Absprache vor der ersten Benutzung des Bootes durch den Veratnwortlichen oder einen Vertreter erfolgen. Die Einweisung wird entsprechend dokumentiert.

Technische Daten zur WVR-Dyas ZH 3452

Der Bootsführer benötigt den Segelschein Kat. D.

Info
MarkeFritzmeier
KennzeichenZH 3452
SegelnrGER 254
Länge / Breite über alles / Freibord715 / 195 / 60cm
Masthöhe922 cm
Gewicht / Ballast605 / 300 kg
Segelfläche: Total / Grosssegel / Vorsegel/ Spinnaker22 / 14 / 8 / 24m2
Besatzung: Regatta / Zulassung2 / 5 Personen

Gesetzliche Mindestausrüstung

Die Sicherheitsausrüstung muss vor jeder Ausfahrt kontrolliert werden. Der Verein übernimmt keine Verantwortung, falls die Ausrüstung nicht komplett ist. Falls bei der Ausrüstung etwas fehlt, bitte Bescheid geben.

  • Paddel / Bootshaken Kombination
  • Eimer / Schöpfer
  • Rettungsring
  • Rettungswurfleine
  • Notflagge
  • Anker mit Trosse
  • Schiffsausweis
  • Not-Horn
  • 1 Rettungsweste pro Person (100NM)

(Schiff ist nur mit Westen für Erwachsene ausgestattet, für Kinder bitte mitbringen)

Wissenswertes zum Dyas Segeln

Die Dyas kann nicht gerefft werden! Im Zweifelsfall die Fock einholen. Zudem verfügt die Dyas über eine Trapezvorrichtung, um auch bei starkem Wind, relativ aufrecht zu segeln. Zwei Trapezgurte befinden sich in der blauen Kiste im Boot. Durch ihren Kiel ist die Dyas sehr gutmütig und sicher zu segeln. Wenn die Krängung aber doch zu happig wird, einfach Großschot fieren!

Schäden und Sauberkeit

Bitte verlasst das Boot so wie ihr es auch gerne antreffen würdet. Nach der Benutzung bitte alle Seile wieder ordentlich verstauen. Falls das Boot dreckig ist, bitte kurz mit Schwamm oder Besen reinigen. Es kann auch immer mal etwas kaputt gehen, darum bitte bei uns unbedingt melden. Hierbei geht es nicht darum den Schuldigen zu finden, sondern darum, dass die nächste Person sich nicht ärgert oder schlimmstenfalls sogar ein Unfall passiert. Falls der Motor benutzt wurde, bitte wieder einstecken und aufladen.

Schäden sind via den Link im Bestätigungsmail der Buchung zu melden.

Ablegen und Auftakeln

Vorbereitung

  1. Captain bestimmen: Wer trägt die Verantwortung und gibt die Kommandos.
  2. Persenning von vorn nach hinten öffnen und aufrollen. Persenning auf Steg lagern oder im Boot verstauen.
  3. Lenzventile nach Bedarf schließen. Je nach Zuladung können die Lenzventile auf geöffnet bleiben. So kann man nicht vergessen, die Lenzventile wieder zu öffnen.
  4. Sicherstellen, dass alle an Bord eine Weste haben / Sicherheitsausrüstung prüfen
  5. Stromkabel trennen und das Ladegerät so versorgen, dass es nicht im Wasser (am Boden) liegt.
  6. Spifall lösen und Fockschutzschlauch runterziehen, mit Reissverschluss öffnen und zusammengelegt zur Persenning am Steg legen. Spifall am Mast anschlagen und durchsetzen.
  7. Hals und Schothorn des fliegenden Grosssegels (schwebt frei und wird nicht in die Baumnut eingefahren) am Grossbaum anschlagen.
  8. Kopf des Grosssegels in Mastnut einfahren und am arretierten Grossfall anschäkeln. Segelkopf fällt damit nicht mehr aus der Mastnut.
  9. Cunningham, Unterliekstrecker und Baumniederholer aus Curryklemme nehmen und etwas lockern, damit später das Großsegel leichter hochgeht. Baumstütze noch nicht entfernen, so bleibt erst einmal mehr Platz zum Hantieren. Bändsel um Großsegel lösen und ordentlich verstauen. Grosssegel provisorisch mit Grossschot an Grossbaum sichern.
  10. Fender wegnehmen und im Boot verstauen
  11. Falls benötigt: Motor Seitlich montieren, Motorpinne anschliessen und das System einschalten.

Check vor dem Ablegen:

Baum auf Stütze mit durchgesetzter Grossschot, die Crew hat Schwimmwesten und Segelhandschuhe angezogen. Das Grossfall ist am Segelkopf eingehängt und es wurde sichergestellt, dass das Grossfall frei-läuft und nicht verheddert ist. Der Motor ist eingeschaltet und zeigt keine Fehlermeldungen an.

Ablegen

Jetzt können wir die Festmacher lösen. Sie bleiben alle am Steg und an den Pfählen. Es ist am einfachsten, das Boot mit nach Steuerbord gelegter Pinne rauszuschieben oder zu paddeln. Das Heck dreht sich dann Richtung Pedalo-Verleih. Nur so weit rückwärts paddeln, bis ein kollisionsfreies Vorwärtsfahren möglich ist (Wassertiefe nimmt gegen Pedalo-Verleih rasch ab).

Mit Motor rausfahren

Achtung! Mit dem seitlich montierten Motor verhält sich das Schiff anders, als man es sich gewohnt ist. Aus dem Stand drück das Drehmoment den Bug vom Schiff entweder BB oder SB seitig weg, bis das Schiff ein bisschen Fahrt aufgenommen hat. Es braucht etwas Gewöhnung, dies zu kompensieren insbesondere beim Ablegen. Beim Rausfahren sind daher insbesondere zwei Dinge zu beachten:

  • Bei der Rückwärtsfahrt aus dem Hafen muss eine zweite Person am Bug positioniert sein, die vom gegenüberliegen Boot abstossen kann, wenn es zu nah kommt.
  • Die Person an der Pinne bedient auch den Motor und stellt sicher, dass der Motor nicht den Pfosten rammt. Bei der Rückwärtsfahrt würde die zu erheblichem Schaden an Motor, Halter und sogar Boot führen. Unbedingt auf der Steuerbordseite sitzen!
  • Dann aus dem Hafen paddeln / fahren bis genügend Freiraum für Segelsetzen erreicht ist. Dyas in den Wind stellen.

Segel setzen

Der Mannschaft signalisieren, dass losgesegelt wird. Je nach Präferenz, Wetterlage und können der Mannschaft kann wahlweise mit der Fock oder Grosssegel gestartet werden und das Segel unter Motor oder ohne Motor gesetzt werden.

  1. Großschot vom Grosssegel lösen und klarmachen.
  2. Segelbändsel lösen falls nicht schon in der Vorbereitung gemacht.
  3. Großsegel hochziehen an Klampe festmachen. Dabei darauf achten, dass das Tuch sauber in den Mast gleitet und dass es kein Druck auf dem Segel hat, dann lässt sich das Segel leichter hochziehen.
  4. Grossfall sauber im Bug aufräumen.
  5. Jetzt Dirk, Cunningham und Unterliekstrecker durchsetzen und in Curryklemme festmachen (Dirk im Rollenblock).
  6. Fock mit einer Schot auf der Leeseite öffnen. Ggf. muss der Vorschoter die letzte Windung (vorsichtig) händisch selbst drehen.
  7. Dann erst das Fockfall am Rollenblock fest durchsetzen.

Empfehlung: Segel setzen unter Motor: Unter Motor gerade in den Wind fahren. Die Person an der Pinne muss den Kurs in den Wind genau halten. Wie immer sollte auf dem Kurs genügen Abstand zum Ufer und Kursschiffen eingerechnet werden. Das Grosssegel setzen, den Motor verstauen und dann auf einen Am-Wind-Kurs gehen, um die Fock zu setzen.

Grosssegel ohne Motor: Bei genügen Abstand zum Ufer den Motor versorgen. Je nach Wellen und Windverhältnis, wir die Dyas sehr schnell abgetrieben! Großschot vom Großsegel lösen und klarmachen. Großsegel hochziehen an Klampe festmachen.

Vorsegel / Fock zuerst: Hinweis: Diese Variante funktioniert nur wenn der Wind von der Steuerbordseite kommt (Baum Backbord). Fock ausrollen und auf einen harten am Wind Kurs gehen. Die Person an der Pinne muss den Kurs genau weiterfahren, sicherstellen das auf diesem Kurs noch genügend Platz zum Ufer ist.

Segel bergen und anlegen im Hafen

Segel bergen

  1. Grossfall für Segelbergen parat legen.
  2. Fock einrollen.
  3. Dyas vor dem alten Hafen in den Wind aufschiessen (Boot in den Wind stellen). Freiraum, bis Hafeneinfahrt grosszügig bemessen, damit genügend Zeit für ein ruhiges Manöver sicher
  4. Cunningham und Unterliekstrecker lockern und das Großsegel zügig bergen. Auf   saubere Fallenführung achten, damit kein Knäuel entsteht.
  5. Baum auf Baumstütze ablegen und Großsegel mit Großschot fixieren.
  6. Segelkopf von Grossfall trennen, am Mast einhängen und durchsetzen.

Hafeneinfahrt

Mit der Fock je nach Windverhältnissen bis vor Hafeneinfahrt segeln, Fock einrollen und mit Restgeschwindigkeit in die Box reinfahren. Ev. noch mit ein paar Paddelschlägen nachhelfen. Dyas läuft lange aus – nicht ungeduldig werden. Bei Ostwind kann sogar bis in die Box gesegelt werden.

Mit Motor: Nachdem beide Segel geborgen sind, Motorhalterung Montieren, gefolgt vom Motor selbst und der Motorpinne. Mit sehr langsamer Fahrt (100-150 Watt auf dem Display) bis knapp eingangs Hafens fahren und dann Gas auf 0% reduzieren. Das Schiff läuft sehr lange und ruhig aus. Grosszügig ausholen und dann direkt in die Box fahren. Sobald das Boot auf den Platz ausgerichtet ist, die Pinne mittig festlegen und das Schiff von Hand durch die Pfosten manövrieren.

Achtung: Aufpassen, dass die Motorhalterung/Motor nicht am Pfosten anschlägt. Bei langsamer Fahrt sollte nicht viel passieren, wenn man trotzdem anstösst. Darum auf keinen Fall mit laufendem Motor in die Box fahren und abbremsen!

Klarieren und verlassen

  1. Großschot wieder lösen.
  2. Grosssegel wechselseitig über den Grossbaum legen. Darauf achten, dass die Segellatten parallel aufeinander liegen.
  3. Grosssegel mit Gummispinne sichern.
  4. Spifall lösen und Fockschutzschlauch raufziehen.
  5. Leinen, Schote und Falle ordentlich zum Trocknen im Cockpit aufhängen.
  6. Fender auf beiden Seiten festmachen.
  7. Motor Ladegerät anschliessen
  8. Lenzventile öffnen.
  9. Persenning über Grossbaum legen und Gummizüge spannen.
  10. Allfällige Schäden oder spezielle Beobachtungen ins Reservationstool eintragen oder direkt melden.

Danke vielmals, dass du das Boot so verlässt wie du es gerne antreffen würdest!

Navigieren bei Nacht

Die Dyas verfügt über ein Topplicht mit Solarzellen und Akku. Das System funktioniert autonom. Es lädt und entlädt sich je nach Sonneneinstrahlung, resp. nach Leuchtbedarf (z.B. konstantes Anker Topplicht) automatisch.

Die Fernsteuerung befindet sich im Cockpit vorne Steuerbord unter Deck. Sie ist in einer wasserdichten Schutzhülle an einem Gummizug gesichert, also nicht wegreissen! Die Fernbedienung kann zur Bedienung in der Wasserdichten Hülle bleiben! Zur Aktivierung des Toplichts auf den Bedienknopf drücken. Durch nochmaliges Drücken folgt der nächste Leuchtmodus. Insgesamt können 3 Modi gewählt werden: permanentes Topplicht, blitzendes Topplicht und SOS-Topplicht. Pdf Anleitungen.

Funktionen mit der Fernbedienung:

ManipulationResultat
1x drückenBlinklicht (Automatisch)
2x drückenBlinklicht
3x drückenSOS Licht
4x drückenFixes weisses Licht

Unbedingt das fixe weisse Licht aktivieren bei Anbruch der Dämmerung bis Sonnenaufgang!

Elektromotor

Torquedo 603S 600Watt entspricht etwa 2 PS Aussenborder. Der Motor verfüg über GPS. Nach dem Einschalten dauert es einen Moment, bis alle anzeigen auf dem Display erscheinen. Pdf Anleitungen.

Motor montieren

  1. Motorhalterung einhängen
  2. Motor an der Motorhalterung anschrauben
  3. Motorpinne einhängen und einstecken
  4. Motor aktivieren

Motor versorgen

  1. Motorhalterung ausschalten
  2. Motorpinne aushängen und versorgen
  3. Motor abschrauben und im Heck versorgen
  4. Motorhalterung aushängen und versorgen

Hinweise und Tipps bei der Motorbenutzung

  • Wenn man aus dem Stand anfahren möchte , drück der Motor den Bug vom Schiff um 30 Grad in die Gegengesetzte Richtung. Insbesondere bei Hafenmanöver muss damit immer gerechnet werden und am besten eine zweite Person vorne am Boot platzieren mit sie eingreifen könnte.
  • Der Motor und die Halterung sind jederzeit mit einem Drahtseil gegen Diebstahl und Versenken gesichert. Für die Montage / Demonte muss das Seil nicht gelöst werden.
  • Eselsbrücke für den Drehgriff! Griff gegen aussen drehen: Vorwärtsfahrt (raus auf den See); Griff gegen das Schiff drehen: Rückwärtsfahrt

Glossar

BegriffErklärung
SegelbändselBändel welche das auf dem Baum gefaltete Grossegel auf dem Baum zusammenhalten. Auch genannt: Sail Ties / Zeiser
AuftuchenDas Segel auf dem Baum zusammenlegen. Von hinten (Baumnock) starten und immer am Achterliek entlang das Segel auffalten und mit Segelbändsel festmachen.